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Pariser Klimaschutzabkommen: Digitalisierung kann Reduktion verdoppeln

Das 2015 auch von Deutschland unterzeichnete Abkommen bereitet im Grunde sämtlichen Unterstützern bis heute großes Kopfzerbrechen: Keine Nation scheint die bis 2030 abgesteckten Ziele zur Absenkung der Treibhausgasemissionen derzeit tatsächlich einhalten werden zu können. Eine Studie des Digitalverbandes Bitkom zeichnet nun allerdings ein interessantes Szenario, welches ganz neue Möglichkeiten zum Erreichen der Ziele ans Tageslicht fördert: „Bis zu 120 Megatonnen Kohlendioxid können bis 2030 im besten Fall eingespart werden.” Diese Aussage von Achim Berg (Bitkom-Präsident) zielt nicht etwa auf die mögliche Gesamtreduktion innerhalb Deutschlands ab – sondern thematisiert lediglich den Faktor Digitalisierung! Dies bedeutet, dass eine stark voranschreitende Digitalisierung die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs glatt verdoppeln würde.

Die vorstellbaren und diesbezüglich genannten Branchen sind dabei vielfältig: Die Sparten industrielle Fertigung, Mobilität, Gebäude sowie Arbeit und Business wurden bereits untersucht und sind in der aktuellen Einschätzung miteinbezogen – die Einschätzung hinsichtlich dreier weiterer Bereiche (Landwirtschaft, Energie und Gesundheit) sollen 2021 folgen. Praktisch werden unter anderem smarte industrielle Prozesse genannt, bei denen u.a. durch Bauteilvernetzung Produktionsabläufe automatisiert würden; weiterhin besitzen auch die Verkehrsstromoptimierung sowie die volldigitale Fahrtroutenplanung im Transportwesen großes Einsparpotenzial. Es bleibt abzuwarten, welche Potenziale weitere Branchen noch zusätzlich eröffnen werden – eines steht jedoch schon heute fest: Allein der nachhaltige Ausbau der Homeoffice-Zeiten auch nach der Pandemie könnte allein innerhalb Deutschlands bis 2030 zusätzliche 10-12 Megatonnen CO2 einsparen.

Quelle: https://t3n.de/news/studie-digitalisierung-hilft-1340893/